| Seil Know How |
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Das Leben des Kletterers hängt zwar nicht am seidenen Faden, der ist beim Klettern ein bisschen dicker und hält einiges aus. Trotzdem Grund genug sich einige Infos zu dem wichtigsten Ausrüstungsgegenstand zu Gemüte zu führen. Bis ende der 50er Jahre waren hauptsächlich Hanfseile im Gebrauch, damals waren Seilrisse sehr viel häufiger als heute. Zwar gab es auch damals schon stabilere und zuverlässigere Seile aus Kunstseide, allerdings waren diese selten und teuer. Heute bestehen Kletterseile aus dem Kunststoff Polyamid (Nylon). Diese Kunstfaser fault nicht wenn sie nass wird,was bei Hanfseilen oft der Grund für Seilrisse war. Hanfseile, die nach dem Kontakt mit Wasser äußerlich trocken erschienen, hielten im inneren noch Feuchtigkeit, was schließlich zu einem Fäulnisprozess führte und die Haltekraft zerstörte. Die modernen Seile bestehen aus einem geflochtenen Kern, der die Hauptlast trägt und einem Mantel, der den Kern vor Beschädigungen schützt. Beim Eisklettern verwendet man dynamische Seile, die sich im Falle eines Sturzes um bis zu 8 Prozent dehnen und so den Sturz abfedern.
Folgende Spezifikationen charakterisieren ein Kletterseil: - Länge: Kletterseile sind meist zwischen 50 und 70m lang -Durchmesser: je nachdem ob es sich um ein Einfach-, Zwillings- oder Halbseil handelt variiert der Durchmesser von 7 bis 11mm -Seildehnung: diese beträgt maximal 10% -Knotenweite: dieser Wert gibt die Steifigkeit des Seiles an. Je höher der Wert desto steifer ist das Seil. Die Knotenweite errechnet sich durch den Innendurchmesser eines Sackstichs, nach der Belastung des Knotens mit 10 daN (ca 10kg), geteilt durch den Seildurchmesser. -Anzahl der Normstürze: Wie der Name schon sagt werden soviel genormte Stürze durchgeführt bis das Seil reißt. Dies ergibt dann die Anzahl der Normstürze. Kletterseile müssen mindestens 5 dieser Stürze aushalten. Für die einzelnen Seiltypen gibt es verschiedene Anforderungen. Ein 2,80m langes Seilstück wird statisch fixiert, nach 30cm folgt eine Umlenkung in Form eines Karabiner. Das Gewicht wird dann 2,30m über den Umlenkpunkt gehoben und dann fallen gelassen. Die Fallhöhe ohne Seildehnung beträgt also 4,80m. Der Sturzfaktor, also die Fallhöhe durch die Seillänge, beträgt also 1,7 Bei einem Einfachseil wird ein 80kg schweres Gewicht verwende. Der Fangstoß beim ersten Sturz, also die Kraft die auf das Gewicht wirkt und nicht durch die Seildehnung kompensiert wird, darf 12 kN nicht überschreiten. Das Halbseil wird mit einem Gewicht von 55kg belastet, der Fangstoßdarf nicht über 8 kN liegen. Beim Zwillingsseil werden zwei Seilstränge wiederum mit 80kg belastet, wie beim Einfachseil beträgt der maximale Fangstoß 12 kN |


Man unterscheidet zwischen Einfachseil, Zwillingsseil und Halbseil. Das Einfachseil ist so zu sagen das normale Seil. Zwillingsseile werden immer doppelt benutzt, also zwei Zwillingsseile geben die Sicherheit eines Einfachseils. Der Vorteil des Zwillingsseilsliegt darin, dass man beim Abseilen, dort sind die Belastungen weit niedriger als bei einem Sturz, die Doppelte Reichweite zur Verfügung hat. Halbseile sind geringfügig schwerer als Zwilligseile. Sie werden ebenfalls immer im Paar benutzt, mit dem Unterschied, dass jedes Seil immer abwechselnd in die Sicherungspunkte eingehängt wird, das verringert die Seilreibung. Außerdem ist es mit dem Halbseil möglich zwei Kletterer im Nachstieg zu sichern und man hat ebenfalls die doppelte Reichweite beim Abseilen. 
