| Abalakov Eissanduhr |
|
Die Abalakov (benannt nach seinem russischen Erfinder Vitaly Abalakov) Eissanduhr eignet sich hervorragend zum herstellen eines sicheren Fixpunktes. Sie kann als Toprope Umlenkung oder als Fixpunkt zum Material sparenden Abseilen verwendet werden.Sie ist im Gegensatz zu Eisschrauben sehr unempfindlich gegen ausschmelzen und daher besonders geeignet zum Topropen. Bei der klassischen horizontalen Eissanduhr werden zwei Eisschrauben im ca. 60° Gard Winkel zueinander Gesetz. Die entstehenden Kanäle sollten mit der Eisoberfläche ein gleichschenkliges Dreieck bilden, also ein Dreieck mit mir den Winkeln 60°,60° und 60°. Die Löcher sollten sich mindestens 15 cm unter der Oberfläche treffen, dazu nutzt man am besten 22cm lange Eisschrauben. Zwar haben Untersuchungen gezeigt, dass auch flache Eissanduhren hohe Haltekräfte besitzen, aber sicher ist sicher. Um das Treffen des bereits bestehenden Eiskanals zu erleichtern kann eine zweite Schraube halb im Eis eingeschraubt verbleiben. Die zweite Schraube setzt man erst im 90° Winkel aufs Eis auf, und neigt sie, nachdem man sie 1-2 cm im Eis versenkt hat um 60°, so verhindert man, dass der Eindrehpunkt versehentlich zu nah an die erste Schraube rutscht. Anschließend wird eine Reepschnur durch den Kanal gefädelt und verknoten. Der Knoten sollte mit mindestens 7-10 cm lange Enden geknüpft werden, da dünnere Schnüre dazu neigen, sich einige cm zum Knoten zu ziehen. Eine 7mm Rebschnur hält etwa 1300kg. Um das durch fädeln der Reepschnur zu erleichtern gibt es von verschiedenen Herstellern Hilfsmittel, sogenannte Hooks, ein Stück Draht der an einem Ende zu einem Haken gebogen ist tut es aber auch. Zur Sicherheit kann man die Eissanduhr noch mit einer Schraube hintersichern, dabei ist es wichtig den Karabiner der Eisschraube ins Seil einzuhängen und nicht in die Reepschnur, sollte die Reepschnur und nicht die Eissanduhr versagen (beides ist bei einer sorgfältig gebauten Eissanduhr höchst unwahrscheinlich) hält so die Eisschraube. Diese sollte im übrigen nicht belastet sein. Seilt man an der hintersicherten Sanduhr ab, seilt der leichteste Kletter als letztes ab und nimmt die teure Eisschraube mit. Vorsicht: Bei Umlenkung zum Toproben immer eine Reepschnur mit Verschlusskarabiner verwenden, durch den das Kletterseil läuft. Durch Reibung ensteht zwischen dem rauen Seil und der ebenfalls rauen Reepschnur hohe Temperaturen, Nylon schmilzt aber schon bei geringen Temperaturen. Alte Abalakovs sind grundsätzlich mit Vorsicht zu geniessen. Unbedingt sollte man, an einer Eischraube gesichert, die Sanduhr gründlich prüfen. Oft sind die Losen Enden des Knotens ins Eis eingefrohren. Es sind schon einige Kletterer abgestürzt, weil sie ein so eingefrohrenes Ende für dieSchlinge gehalten haben. |



