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JoomlaWatch Stats 1.2.8b by Matej Koval





Sicherungsgeräte im Überblick

Es gibt etliche Sicherugsmethoden beim Klettern. Dieser Artikel möchte einen Überblick über diese und deren Besonderheiten, Vor- und Nachteile schaffen. Grob lassen sie sich in vier Kategorien unterteilen: HMS- (Halbmastwurf) Sicherung,  Tube Sicherung, Achter Sicherung und die Sicherung mit halbautomatischen Sicherungsgeräten.



HMS

Die älteste Methode ist die, mit Hilfe des Halbmastwurfes.


Vorteil:
 
Diese Sicherung ist universell einsetzbar, sowohl im Vortieg Nachstieg als auch beim Topropen.Der Halbmastwurf ist schnell erlernt, benötigt wenig Material, lediglich einen HMS-Karabiner und bietet hohe Bremskräfte. Mit ihm kann man sowohl vom Körper aus, wie auch von einem Fixpunkt aus sichern.

Nachteil:

Werden die beiden Seilstränge nicht parallel geführt bilden sich Krangeln. Die Sicherungsmethode mit dem HMS ist die einzige, bei der die Seilstränge parallel geführt werden, steigt man auf ein anderes Sicherungsgerät um, muss umgelernt werden, da das parallele führen des Seiles z.B. bei der Tub-Methode zum Verlust der Klemmwirkung führt und fatale Folgen haben kann. Die strake Bremswirkung, durch die Seilreibung, führt zu einer stärkeren Abnutzung des Seiles.



Tube

Am häufigsten wir mit einem Tube gesichert. Diese Sicherungsmethode wird auch vom Deutschen Alpenverein gelehrt. Es gibt viele verschieden Modelle von unterschiedlichen Firmen, die verschieden Features bieten. Ich würde eine Tube empfehlen, der eine Zusätzliche Öse zum befestigen an einem Fixpunkt besitzt(z.B. Black Diamond ATC Guide, Petzl Reverso), da so auch ein Nachsteiger beim Mehrseillängen-Klettern möglich ist.
Black Diamond ATC Guide
Vorteil:

Mit dem Tube zu sichern einfach zu erlernen, viele Modelle bieten die Möglichkeit zwei Nachsteiger zu sichern und selbst an zwei Seilsträngen abzuseilen. Es bilden sich keine Krangeln, ein schnelles Ausgeben des Seils ist problemlos möglich und es lässt sich gut dynamisch sichern.

Nachteil:

Die Bremskraft ist ein wenig niedriger als bei einem HMS und nicht jedes Gerät ist dafür ausgelegt einen Nachsteiger von einem Fixpunkt aus zu sichern, da bei Tubes ohne zusätzliche Öse, das Bremsseil nach oben gehalten werden müsste um ausreichend  Bremswirkung zu erzielen.



Achter

Der Achter ist nicht mehr so häufig beim Sichern zu finden, er wurde von den Tubes weitgehend verdrängt. Ursprünglich wurde er zum Abseilen entwickelt.

Vorteil:

Beim Achter gibt es weniger Krangelbildung als beim HMS.

Nachteil:

Der Achter bietet weit weniger Bremswirkung als HMS oder Tube. Ist der Achter nicht durch einen zusätzlichen Gummiring (auch ein Stück Fahrradschlauch eignet sich  hierfür) am Schraubkarabiner gesichert, kann er darin Verkanten und im ungünstigsten Fall die Schraubhülsen ausstanzen und sich so aushängen.



Halbautomatische Sicherungsgeräte

Es gibt verschiede Arten und Systeme von von halbautomatischen Sicherungsgeräten. Die Geräte klemmen das Seil bei Zugbelastung. Eben weil es viele Verschieden Systeme auf dem Markt gibt lässt sich pauschal wenig darüber sagen.
Es gibt sowohl Sicherungsgeräte die zu empfehlen sind, als auch welche, von denen absolut abzuraten ist.

Vorteil:

Bei keinem mir bekannten halbautomatischen Sicherungsgerät kommt es zu Krangeln. Meist ist das Sichern mit diesen Geräten sehr kraftsparend.

Nachteile:

Die Geräte sind oft nur für Seile mit 10-11mm geeignet. Das Sichern an Fixpunkten ist nicht möglich. Die Gefahr einer falschen Handhabung und damit eines ungebremsten Sturzes ist größer als bei den einfacheren Sicherungsmethoden HMS, Tube und Achter.



Generell gilt für alle Methoden: Anleitung genau lesen und befolgen, ausgiebig üben und am besten sich von einem Kletterlehrer oder erfahrenen Kletterer einweisen lassen.

 
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